Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt

Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt

    Posted in : Kleider:
  • On : Mrz 24, 2018

Wer hätte das gedacht! Ausgerechnet Outdoor-Kleidung, die für einen gesunden Lebensstil steht, belastet nach Erkenntnissen von Greenpeace und anderen Umweltorganisationen die Umwelt. Da überrascht es kaum, dass umweltfreundliche Outdoor-Bekleidung bereits 2016 ein großes Thema auf der Sportmesse Ispo war. Aber wo liegt eigentlich das Problem? Handelt es sich nicht um bloße Textilien? Leider nicht ganz! Bei der Herstellung von Funktions- und Sportkleidung werden immer noch vielerorts perfluorierte Chemikalien eingesetzt. Diese verbreiten sich über die Atmosphäre und Gewässer rund um den Globus, reichern sich in der Nahrungskette an und lagern sich letztlich im Körper an. Da einige dieser Stoffe sogar als krebserregend gelten, ist die Vorstellung alles andere als appetitlich. Besonders erschreckend ist aber, dass man Rückstände der Chemikalien bereits an abgelegenen Orten nachweisen konnte, selbst die Leber von Eisbären oder die Muttermilch ist nicht vor ihnen sicher. Ein Umdenken ist also dringend notwendig, um eine weitere Belastung durch Chemikalien zu verhindern.

Umweltfreundliche Bekleidung ist die Lösung

Damit die Natur nicht unnötig belastet wird, sollte man daher beim nächsten Einkauf etwas genauer hinsehen. Zur Wasserabweisung gibt es zum Beispiel auch umweltverträgliche Alternativen, die durchaus ihren Zweck erfüllen. Einige Hersteller haben auch die Nachhaltige Schuhe gibt es in FachgeschäftenBeschaffenheit ihrer Kleidung so verändert, dass sich die wasserdichte Membran anders als üblich außen befindet. Allerdings müssen Nutzer der umweltfreundlichen Kleidung immer noch kleine Abstriche in puncto Komfort machen. So hält die neuartige Kleidung zwar trocken, aber die Oberfläche fühlt sich klamm und schwer an. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich auch dieses schon bald ändert. Eine Menge großer Hersteller arbeitet auf Hochtouren an der Entwicklung neuer Materialien, die umweltfreundlich und angenehm zugleich sind. Ausgerüstet mit der ökologisch unbedenklichen Kleidung können Sie dann guten Gewissens die Natur genießen, in dem Wissen, dass sie nicht nur Ihrem Körper, sondern auch der Umwelt einen Gefallen tun. In den nächsten Jahren ist damit zu rechnen, dass immer mehr Unternehmen endlich umstellen und giftige Chemikalien der Geschichte angehören. Immerhin haben die meisten großen Outdoor-Hersteller Deutschlands inspiriert von der Greenpeace-Kampagne angekündigt, dies bis 2020 zu tun.

Alternative Materialien kommen ohne giftige Chemie aus

Auch Schuhe sollten natürlich mit Bedacht gewählt werden. Nachhaltig produziertes und umweltfreundliches Schuhwerk ist gar nicht so leicht zu finden, aber es gibt es! Die Hersteller gehen dabei sehr unterschiedliche Wege. Einige setzten auf recycelte Materialien, auf pflanzlich gefärbtes Leder und E-Leder, einem Mischgewebe aus Leder und Textilien. Diese sind deutlich umweltschonender in der Herstellung als normales Leder. Nun fragen Sie sich vielleicht warum denn Leder? Ist das nicht ein völlig natürliches Produkt? Immerhin haben Menschen seit Jahrtausenden Waren aus Leder hergestellt. Das Problem liegt in der Herstellung, die mittlerweile fast komplett in Schwellenländern stattfindet. Billigleder kommt vor allem aus Indien, Bangladesch, Vietnam und China, wo die Arbeitsbedingungen oft nicht die westlichen Standards erfüllen. Problematisch sind auch die Stoffe, die zur Gerbung des Leders eingesetzt werden. Der weit verbreitete Stoff Chrom III ist gesundheitsschädlich und deshalb nicht empfehlenswert. Zum Glück kann man nachhaltige Produkte mittlerweile auch leicht online bestellen und sich so eine mühevolle Suche und lange Wege sparen.